
Die Universitäten Frankfurt und Heidelberg evaluieren seit über zehn Jahren die hausarztzentrierte Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg. Die aktuellen Daten bestätigen erneut die Vorteile gegenüber der Regelversorgung (Analyse 2022):
- 3,1 Millionen zusätzliche Hausarztkontakte
- 1,36 Millionen weniger unkoordinierte Facharztbesuche
- weniger Krankenhaustage bei älteren Patient:innen
- mehr verhinderte Krankenhausaufnahmen
- höhere Impfquoten
- weniger Herzinfarkte bei KHK-Patient:innen
Was bedeutet das für die Praxis?
Die Daten zeigen deutlich: Die hausärztliche Steuerungsfunktion verbessert sowohl Versorgungsqualität als auch Wirtschaftlichkeit. Durch koordinierte Versorgung kommt es zu:
- weniger Doppeluntersuchungen
- besserem Medikationsmanagement
- strukturierterer Betreuung chronisch Kranker.
Eine starke Primärversorgung ist nicht nur medizinisch sinnvoll – sie ist auch ökonomisch effizient.


