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Evidenz & Praxis: Herzsportgruppen – ein unterschätzter Hebel in der Sekundärprävention

Herzsportgruppen (als strukturierte, betreute Bewegungsangebote im Rahmen der kardiologischen Rehabilitation) sind mehr als „nettes Zusatzangebot“: Für Menschen mit koronarer Herzkrankheit ist bewegungsbasierte kardiale Rehabilitation in Meta-Analysen mit weniger kardiovaskulärer Mortalität und weniger Krankenhausaufnahmen im Vergleich zur üblichen Versorgung assoziiert. Auch bei chronischer Herzinsuffizienz zeigt aktuelle Evidenz aus systematischen Reviews/Netzwerk-Metaanalysen Vorteile (je nach Setting/„Delivery mode“) für patientenrelevante Outcomes wie Belastbarkeit und Lebensqualität.  

In der Praxis sind Herzsportgruppen zudem ein pragmatischer Weg, um 

  • Training regelmäßig und sicher (mit qualifizierter Anleitung/Strukturen) umzusetzen, 
  • Patient*innen aus der „Schonhaltung“ herauszuführen, 
  • und langfristige Adhärenz zu fördern – gerade nach Ereignissen, Reha oder bei chronischer KHK/HF. 

Aufruf zum Mitmachen! 

  • Empfehlen Sie Herzsport aktiv. 
  • Vernetzen Sie sich lokal: Nehmen Sie Kontakt zu Herzsportgruppen/Anbietern vor Ort auf, um kurze Wege für Ihre Patient*innen zu schaffen. 
  • Machen Sie mit: Wenn Sie ärztlich begleiten oder die regionale Versorgung stärken möchten, lohnt sich der Einstieg/ die Kooperation mit einer Herzsportgruppe.