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IHF-Mini-Modul: Geschlechterspezifische Unterschiede in der Behandlung von Patient*innen

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  • Erstellungsdatum 8. Juli 2024
  • Zuletzt aktualisiert 8. Juli 2024

Autorinnen: Frau Prof. Dr. med. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Pforzheim | Frau Dr. med. Amrit Forker-Tutschkus, Leipzig
Gültigkeit: 08 / 2027

Die Geschlechtsspezifische Medizin oder gendersensible Medizin bezeichnet eine Form der Humanmedizin unter besonderer Beachtung der biologischen Unterschiede von Männern und Frauen. Dabei sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede, auch bei der Inanspruchnahme psychotherapeutischer und medizinischer Versorgungsangebote, schon seit mehreren Jahrzehnten direkt und indirekt festgestellt worden. Bspw. veröffentlichte 1977 die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA die Policy, gebärfähige Frauen von frühen klinischen Prüfungen der meisten Arzneimittel auszuschließen (Stichwort: Skandal um Contergan). Zwar wurde 1993 mit der „Guideline for the Study and Evaluation of Gender Differences in the Clinical Evaluation of Drugs” diese Policy der FDA revidiert, dennoch zeigt die Regelung schon die frühe Aufmerksamkeit auf diese Thematik. Mit Blick auf Deutschland wird seit 2004 die Ermittlung eventueller Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Rahmen klinischer Prüfungen gesetzlich gefordert – leider wird diese Regelung häufig umgangen. Um eine sichere und gleichberechtigte Arzneimittelversorgung zu gewährleisten, führte die EU im Jahr 2022 eine repräsentative Geschlechter- und Altersgruppenverteilung in klinischen Studien ein. Zudem wurden durch die Regelung Studienergebnisse für Laien verständlicher und zugänglicher gemacht und die Genehmigungen von Prüfanträgen vereinfacht werden. Das vorliegende Mini-Modul stellt anhand konkreter, praxisrelevanter Fälle geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Inanspruchnahme bestimmter Versorgungsangebote wieder.

Zugang zu den Inhalten des IhF-Mini-Moduls (Foliensatz, Patientenflyer, Literaturhinweise, Lernerfolgskontrolle) erhalten die Mitglieder der Landesverbände des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes e.V. über ihre Geschäftsstellen.